Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

Wenn es noch eine Sonne gibt

Wenn es noch eine Sonne gibt

.

.

Großblumen

bedecken

den Leib

von Kopf

bis Fuß

– Verblüht

alle verblüht –

Lianen

genährt

aus der

tiefen Tiefe

umschlingen ihn vielarmig

sanft wie ein Kokon

sein Innewohnendes

umhüllt

Doch

west hier

das Leben

in den

Lianen

.

Die Erde erdet

– kühl –

Das Laub laubt

– trocken –

.

Wenn es noch

eine Sonne gibt

und noch

einen Himmel

so

für das

stumme Leben

das seinen Duft

verströmte

und samte

und dereinst

neu erblühen will

und wieder

Duft verströmen

und

für das

Holz

das in Kraft

steht

und weiter

wachsen will

und noch

fester werden

.

Der Leib leibt

– sinnlos –

.

Wenn es noch

eine Sonne gibt

und noch

einen Himmel

so

nicht mehr

für ihn

Auch der

vielleicht

zukünftige

Duft der Blumen

nicht mehr

für ihn

Und das Wesen

der Lianen

weil

sie sind

wo sie sind

und wie sie sind

um ihn

als er sich

niederlegte

da

wo sie sind

und die

Großblumen

nachdem

sie blühten

und ihren

Duft

verströmten

.

.

30.04./1.5.2023, 2.5.2023: Abstände, 10.05.2023: "–" bei "Verblüht…" und Abstände

.

Drei Mal ähnlich Frida Kahlo (*6.7.1907, †13.07.1954) mit Pinsel:

Wurzeln 1943

Zwei Akte im Wald 1939

Der Traum 1940