Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

Sacro egoismo oder: mein Großhunger

Sacro egoismo

oder: mein Großhunger

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Wo

bist Du

wo bist Du

wo bist Du?

ich brauche Dich!

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Seicht Dich fühlend

fühl ich Deine Weiche

an

meinem

Herzen.

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In

meinem Herzen

bricht ein Vulkan

schleudert mir Lava

auf die Schuh'.

.

Aus

meinem Herzen

ruf ich wo bist Du

schrei ich wo bist Du wo bist Du

wo bist Du?

.

Es hat's mir gesagt

von meinem Herzen weiß ich

es hat's mir geschworen

dass es Dich

liebt.

.

Dabei, ach

wollt' ich Dich werfen

durch's

Herz

hindurch

.

(eine Fliege

die ins

Spinnennetz

fliegt!)

wegen meinem Herzen.

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Wo bist Du nun, sage

wo bist du?

Ich will Dich

aussaugen es gelüstet

mich Dich zu lutschen

eine jede

Deiner Innereien

zu

verschlingen.

.

(Hhmm!)

.

Gierig verschmatzt

bist Du

dann

leer

dann bist Du

in mir

glitscht durch den Mund

durch mich

hindurch in mich hinein

.

dann

bist Du

in mir

dehnst Dich

im Magen

und

von außen

streichle ich

Dich

.

Dann

fühlt meine Hand

Deine Weiche

im Innern

dann fühl ich Dich

in

mir

dann ist

Dein ich mein Du.

.

Und dann

geh ich

zurück

und Du kommst mit:

immer kommst Du dann mit

(und dann

mal ich das Spinnennetz rot

und keine Fliege

fliegt mehr hinein)

.

und dann

genieß

ich

mein

Du

das

Dein

Ich

gewordene

mein Du

.

und bin satt.

.

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19.07.1982, 4.10.2023: Rechtschreibkorrektur, 7.10.2023: Ausrufungszeichen

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Nachwort