Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

Warum nimmst du mich nicht? (lang)

Warum nimmst du mich nicht?

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Kommen und Geh'n.

Suche, Suche, Suche,

Suche.

Warum bleibst du nicht steh'n?

Schaust in einen Spiegel,

und siehst dich an?

Deine Unreinheiten, deine Makel,

Falten.

Den Charakter deines Lächelns,

Lachens.

Warum nimmst du mich nicht,

jemanden wie dich?

Warum genüge ich

dir nicht?

Weil du dir selbst

nicht genug bist?

Weil du dich

schmücken willst,

und weil Schmuck

immer vollkommen ist?

Sieh in den Spiegel,

sieh genau hin:

Wie vollkommen bist  d u  ?

Ich meine nicht nur

die Zentimeter

deines Körpers.

Ich meine

jedes Wort

deines Denkens!

Wem bist du

Schmuck?

Und vor allem:

Willst  d u

n u r  Schmuck

sein?

.

Ich weiß:

Ich träume

einen Traum...

.

Zwei in den Gezeiten:

Gefunden!

Zwei in ihrem Leben,

in ihrem Jetzt,

so völlig

verschieden,

und doch:

Verbunden!

Zwei im Morgen.

Wie?

W a s  erhellt

die Welt

der Zwei?

Wenn Bald-Sein

das Jetzt-Sein

ablöst:

Singen dann

Vögel

Lichtwald?

Durchdringen dann

Sonnen

Baumwipfel?

Regt sich die

Tierwelt,

wird emsig,

baut Nester,

ruft nach

Nord

und Süd

und West

und Ost?

Wird Licht

lichter und

lichter?

Wohlig warm?

S c h o n  :

Strahlen

des Morgen

im Nun -

Spuren,

Spuren,

Spuren…

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14.06.2016

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"Zwei in den Gezeiten": 30.10./31.10./1.11.2015, 14.06./30.07./31.07.2016

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"Warum nimmst Du mich nicht" ist eine im Ansatz - am Anfang - skeptische, in Hoffnung umschlagende philosophische Betrachtung partnerschaftlicher Liebe.

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