Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

An den Sohn

Version II von Miteinander / Bleib bei mir!

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An den Sohn

An J. L. N.

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Mein Sohn!

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Gehst du von hinnen

ohn' Sinnen a,

so machst du leer,

was hehr!

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Vor die Nebelwand

mit Deinem Kopf

als Querulantb

hör': da ist kein Loch!

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Des gutenc Sohnes Wesen

ist, den Vater achten,

verstehen –

nicht verschmähen!

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a  gemeint: ohne hinreichend/gut überlegte Entscheidung

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b  hier (anders als bei den Versionen I): zuerst bezogen auf das Faktum der Kindschaft, das             Geworfensein (die "Geworfenheit", auch "Faktizität", Martin Heidegger in Sein und Zeit,             "Faktizität" auch nach Heidegger bei Jean-Paul Sartre in Das Sein und das Nichts) in das             gegebene Daseins-Verhältnis

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c   im Sinne von "sich (als Sohn) anständig/respektvoll/ehrbar verhaltend"

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23.02.2025, 24.02.2025: Hinzufügung "so" im Vers 3 der 2. Strophe, Verb im Vers 4 der letzten Strophe, 25.02.2025: Titel, "guten Sohnes" anstatt "Miteinander" im Vers 1 der letzten Strophe, Vers 2 der letzten Strophe nach "ist" bzw. bezogen auf Version I-II "Vater" anstatt "andern", Verb im Vers 3 der letzten Strophe, 1.3.2025: "Deinem" anstatt "dem" im Vers 2 der 3. Strophe, 5.3.2025: Hinzufügung der Anrede / 1. Strophe

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Die dem Gedicht in seinen drei Versionen zugrunde liegenden Hauptgedanken sind mir auf eine Mail meines Sohnes in den Sinn gekommen. Zuerst habe ich sie allgemein formuliert (Versionen I-I und I-II), dann aber doch auch mit persönlicher Ansprache (Version II), und deshalb beide Vari-anten, weil sie als zwei sehr verschiedene Aussagen verstanden werden können, verschiedenen Themenbereichen zugeordnet (so wie Was gesagt werden kann I und Was gesagt werden kann II).

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Sofern Sie die personifizierte Version für Ihre Zwecke verwenden möchten, tauschen Sie die Bezugspersonen gerne wie folgt aus:

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Titel: An die Tochter / An das Kind

Anrede / 1. Strophe: Meine Tochter! / Mein Kind!

4. Strophe, 1. Vers: Der guten Tochter … / Des guten Kindes …

4. Strophe, 2. Vers: ist, die Mutter … / ist, die Eltern …

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(Das dafür zu ergänzende Datum in der Entstehungshistorie ist der 26.02.2025.)

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Die beabsichtigte Aussage und die Form des Gedichts, also meine Urheberschaft, wird damit nicht geändert, vielmehr wäre die Änderung als Version II-II (Sohn, Mutter), II-III (Sohn, Eltern), II-IV (Tochter, Vater), II-V (Tochter, Mutter), II-VI (Tochter, Eltern), II-VII (Kind, Vater), II-VIII (Kind, Mutter), II-IX (Kind, Eltern) und die obige Version (Sohn, Vater) als Version II-I zu spezifizieren.

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Weitere Versionen

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