Version II von Miteinander / Bleib bei mir!
An den Sohn
An J. L. N.
Mein Sohn!
Gehst du von hinnen
ohn' Sinnen a,
so machst du leer,
was hehr!
Vor die Nebelwand
mit Deinem Kopf
als Querulantb –
hör': da ist kein Loch!
Des gutenc Sohnes Wesen
ist, den Vater achten,
verstehen –
nicht verschmähen!
a gemeint: ohne hinreichend/gut überlegte Entscheidung
b hier (anders als bei den Versionen I): zuerst bezogen auf das Faktum der Kindschaft, das Geworfensein (die "Geworfenheit", auch "Faktizität", Martin Heidegger in Sein und Zeit, "Faktizität" auch nach Heidegger bei Jean-Paul Sartre in Das Sein und das Nichts) in das gegebene Daseins-Verhältnis
c im Sinne von "sich (als Sohn) anständig/respektvoll/ehrbar verhaltend"
23.02.2025, 24.02.2025: Hinzufügung "so" im Vers 3 der 2. Strophe, Verb im Vers 4 der letzten Strophe, 25.02.2025: Titel, "guten Sohnes" anstatt "Miteinander" im Vers 1 der letzten Strophe, Vers 2 der letzten Strophe nach "ist" bzw. bezogen auf Version I-II "Vater" anstatt "andern", Verb im Vers 3 der letzten Strophe, 1.3.2025: "Deinem" anstatt "dem" im Vers 2 der 3. Strophe, 5.3.2025: Hinzufügung der Anrede / 1. Strophe
Die dem Gedicht in seinen drei Versionen zugrunde liegenden Hauptgedanken sind mir auf eine Mail meines Sohnes in den Sinn gekommen. Zuerst habe ich sie allgemein formuliert (Versionen I-I und I-II), dann aber doch auch mit persönlicher Ansprache (Version II), und deshalb beide Vari-anten, weil sie als zwei sehr verschiedene Aussagen verstanden werden können, verschiedenen Themenbereichen zugeordnet (so wie Was gesagt werden kann I und Was gesagt werden kann II).
Sofern Sie die personifizierte Version für Ihre Zwecke verwenden möchten, tauschen Sie die Bezugspersonen gerne wie folgt aus:
Titel: An die Tochter / An das Kind
Anrede / 1. Strophe: Meine Tochter! / Mein Kind!
4. Strophe, 1. Vers: Der guten Tochter … / Des guten Kindes …
4. Strophe, 2. Vers: ist, die Mutter … / ist, die Eltern …
(Das dafür zu ergänzende Datum in der Entstehungshistorie ist der 26.02.2025.)
Die beabsichtigte Aussage und die Form des Gedichts, also meine Urheberschaft, wird damit nicht geändert, vielmehr wäre die Änderung als Version II-II (Sohn, Mutter), II-III (Sohn, Eltern), II-IV (Tochter, Vater), II-V (Tochter, Mutter), II-VI (Tochter, Eltern), II-VII (Kind, Vater), II-VIII (Kind, Mutter), II-IX (Kind, Eltern) und die obige Version (Sohn, Vater) als Version II-I zu spezifizieren.