Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

Gewalt der Stille

Gewalt der Stille

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Wir sind so sehr verraten,

von jedem Trost entblößt,

in all den wirren Taten

ist nichts, das uns erlöst.

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[Erlösung ist in Gott,

Wunder gescheh'n immer wieder,

in diesem Treiben, wenn man glaubt,

kommen Engel hernieder.]

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Wir sind des Fingerzeigens,

der plumpen Worte satt,

wir woll'n den Klang des Schweigens,

das uns erschaffen hat.

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[Wir woll'n den Himmel offen seh'n,

die Macht des Sohn's am Kreuz erahnen,

den Sinn des Lebendseins versteh'n,

der ew'gen Liebe Wege bahnen.]

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Gewalt und Gier und Wille

der Lärmenden zerschellt.

O komm, Gewalt der Stille,

und wandle du die Welt.

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[In ihm, in ihr, in dir:

Wandle die Welt!

In jedem hier, in mir:

Wandle die Welt!]

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Werner Bergengruen (*1892, †1964)

[Andreas Chilinski (*1963)]

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Niederschrift unbekannt (Erstellungsdatum der ersten noch vorhandenen Datei: 8.1.2016; sie muss aber vor Februar 2014 erfolgt sein), 12.12.2023: kleine Änderung vorletzte Strophe und letzte Strophe "Wandle" groß

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