Gedichte – Andreas Chilinski

Andreas C.

Komm, süßes Nichts!

Komm, süßes Nichts!*

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Komm, süßes Nichts,

komm: Flute den Raum!

Komm: Tröste, befriede!

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Mich,

der ich auf dich hoffe,

dir vertraue, auf dich baue,

nimm auf!

Krön' meinen Lauf!

Und lass mein Leben und Weben

Vergangenheit sein!

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Denn:

Gleißender und wärmender

als alle Sonnen,

vollkommener

als alle Wonnen,

bist du,

mein Hoffen, mein Traum!

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Komm, süßes Nichts,

komm: Flute den Raum!

Willige ein: Hol mich heim!

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24.12.2019, 31.12.2019: Versordnung mittlere Strophen

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*"Komm, süßer Tod", Johann Sebastian Bach, BWV 478, Textdichter unbekannt

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   Strophe 1:

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Komm, süßer Tod, komm, sel'ge Ruh!
Komm, führe mich
in Friede,
weil ich der Welt bin müde,

ach komm, ich wart auf dich,

komm bald und führe mich,

drück mir die Augen zu.

Komm,
sel'ge Ruh!

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  Das Nichts ist nichts. Und da der Tod das Nichts ist, jedenfalls unbekannt, kann man ihn genaugenommen - berechtigt - nicht "süß" nennen. Im Vergleich zum Leben aber kann das Nichts berechtigt "süß" genannt werden, denn das Leben kann nicht berechtigt "süß" genannt werden - allenfalls Abschnitte des Lebens, einzelne Erfahrungen. Bestenfalls kann das Leben also berechtigt, so denn die meisten Abschnitte "süß" genannt werden können, "überwiegend süß" genannt werden. - Sprache stößt bisweilen an Grenzen; Aussagen können dann nur Andeutung, Metapher, Allegorie sein.

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Johann Sebastian Bach (*21.03.jul./31.03.1685greg., †28.07.1750)

Komm, süßer Tod - BWV 478

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